“Tote Harlekine” ZEITmagazinLEBEN vom 06.03.2008

Tote Harlekine
Jonas Burgert ist auf dem Weg, einer der wichtigsten deutschen Maler zu werden. Die Nacht und die Langeweile helfen ihm dabei.

Jetzt, am Nachmittag, sitzt ein erstaunlich undüsterer Jonas Burgert auf diesem ranzigen Samtsofa, breitbeinig, Zigarette in der einen, Feuerzeug in der anderen Hand. Er ist ein großer Mann mit großen Händen, 37 Jahre alt, Fünftagebart und wirrem blonden Haar. Er habe erst mal ausgeschlafen, sagt er, lacht kratzig und trinkt einen Schluck aus seiner Kaffeetasse. Hinter ihm an den Wänden lehnen Riesenformate, hoch und breit wie die Stirnseiten der Fabrikhalle.

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